fürste in der ferne

28. Mai bis 17. August 2003

Von 1353 bis 1425, knapp 75 Jahre lang, gingen die heute niederländischen Provinzen Holland, Seeland und Friesland, das heute belgische Hennegau und das „Straubinger Ländchen“ ein Stück Weg gemeinsam in der europäischen Geschichte. Gemeinsamer Angelpunkt war das Herzogtum Niederbayern-Straubing-Holland, welches durch den Regensburger Vertrag vom 3. Juni 1353 entstanden.

Diesen Vertragsabschluss vor 650 Jahren nimmt das Gäubodenmuseum Straubing zum Anlass der Sonderausstellung „fürste in der ferne. 650 Jahre Herzogtum Straubing-Holland“.

Erweitert um Leihgaben aus holländischen und deutschen Archiven wie Sammlungen schlägt die Sonderausstellung, die Teil eines umfangreichen Veranstaltungsprogramms der Stadt Straubing ist, einen Bogen von den Anfängen bis zu den Nachwirkungen des Herzogtums in Straubing und Holland.

Das Hauptaugenmerk der zweisprachig angelegten Ausstellung gilt dabei nicht allein den Entwicklungen in Straubing, sondern den vielfältigen Beziehungen auf politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Ebene zwischen Straubing und Holland. In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Straubing wird damit ein nur wenig bekanntes Kapitel der spätmittelalterlichen Geschichte Europas aufzuschlagen, dessen Spuren in Holland wie in Straubing bis heute zu finden sind und ein Stück gemeinsamer Identität bilden.

Begleitpublikation

Dorit-Maria Krenn | Joachim Wild: „fürste in der ferne“. Das Herzogtum Niederbayern-Straubing-Holland 1353-1425 (= Hefte zur Bayerischen Geschichte und Kultur, Bd. 28, hg. v. Haus der bayerischen Geschichte). Augsburg 2003.

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